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TH2 Y - Unfall mit mehreren Fahrzeugen PDF Drucken E-Mail

Donnerstag, 17.11.11, 18:35 Uhr; Einsatzstichwort: TH2 Y, Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen, Einsatzort Busdorf, Panellenweg Höhe Nr. 7

"Vier verunfallte Fahrzeuge mit fünf verletzten Personen" meldete die Rettungsleitstelle Nord in den frühen Abendstunden - und ließ somit rund 55 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Busdorf, dem Löschzug Friedrichsberg sowie Rettungskräfte der Johanniter-Unfallhilfe zum Einsatz am Panellenweg in Busdorf starten. Was die Helfer nicht wussten: Bei ihrem Einsatz handelte es sich um eine realistisch angelegte Notfallübung. Rund sechs Minuten nach dem Notruf erschienen bereits die ersten Löschzüge am Einsatzort - schneller geht es kaum.

Innerhalb kurzer Zeit rückten insgesamt neun Feuerwehr-, Rettungs-, und Einsatzfahrzeuge an. Nachdem sich die Einsatzleiter beider Wehren eine Übersicht über das Notfallgeschehen verschafft hatten, wurden unverzüglich die verunglückten Personen geborgen.

Das mit viel Theaterblut äußerst realistisch dargestellte Unfallszenario bot den Helfern zunächst ein erschreckendes Bild. Um die Personen überhaupt aus den Fahrzeugen bergen zu können, mussten die Retter zunächst ein Autodach und eine Fahrzeugtür mit Hilfe einer hydraulischen Schere und eines Spreizers entfernen.

Nach etwa 40 Minuten intensiver Bergungsarbeiten war die Übung beendet: Alle Personen waren geborgen und medizinisch versorgt, ein "Feuer" an einem der Fahrzeuge gelöscht.

Nach dem großen Aufräumen gab es in der Nachbesprechung viel Lob und Anerkennung. "Ich bin sehr zufrieden. Ich verneige mich davor, was hier geleistet und gezeigt wurde. Wenn eine solche Situation eintreten sollte, sind wir ihr gemeinsam gewachsen und stehen füreinander bereit. Es geht gar nicht anders, als uns gegenseitig zu unterstützen", betonte Schleswigs Wehrführer Sönke Schloßmacher. Auch Busdorfs Wehrführer Kay-Michael Heil zeigte sich sehr zufrieden: "Die an uns gestellte Aufgabe wurde gemeinsam ruhig, intensiv und zügig abgearbeitet. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass wir Hand in Hand arbeiten. Danke an die Freunde aus Schleswig."

Auch das Team der Haddebyer Amtswehrführung um Malte Simonsen und Stellvertreter Joachim Tönjes lobte die Leistung der Brandschützer sowie der Rettungskräfte der Johanniter.

Ein Dank ging auch an die ehrenamtlichen Darsteller, die vor ihrer Rettung bei kühlen Temperaturen rund eine Stunde lang über Kopf in den Fahrzeugen auf engstem Raum eingeklemmt verharrten. " Es wurde so mancher blass um die Nase, so realistisch war die Situation mit den Personen und Fahrzeugen dargestellt", meinte Schloßmacher.

Beschämend allerdings folgende Beobachtung: Vor dem Eintreffen der Rettungskräfte hielt keines von mehreren vorbeifahrenden Fahrzeugen am vermeintlichen Unfallort, es wurde auch kein Notruf abgesetzt.

Text und Fotos Christina Weiss

 
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